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Islamfeindlichkeit -

Gegenstrategien und Handlungsbedarfe in Schleswig-Holstein 2013

Aktuelle Studien stellen eine erschreckend hohe Zustimmung zu antidemokratischen Überzeugungen fest. In Ostdeutschland teilen 16% und im Westen 7% der Bevölkerung ein “geschlossenes rechtsextremes Weltbild”. Immer stärker entlüden sich dabei die Vorbehalte gegen Muslime und den Islam insgesamt.

Der Aussage, dass Muslimen nicht die gleichen Rechte eingeräumt werden sollten, wie allen anderen, stimmen 27% von insgesamt 2.500 im Sommer 2012 Befragten voll und ganz, 30,1% zumindest überwiegend zu. Kritische Haltungen gegen den Islam herrschen im Osten bei zwei Dritteln der Bevölkerung vor, in Westdeutschland bei über der Hälfte. Protestanten und Konfessionslose sind diesbezüglich anfälliger als Katholiken. Regelrecht feindselig ist ein Drittel der Bevölkerung gegen den Islam eingestellt. Bei Männern ist dies deutlicher ausgeprägt, als bei Frauen.

Eine Entwicklung, die in Gesellschaft und im Alltag auch jenseits extremistischer Verirrungen ihre Intensität entfaltet.   Die Wirklichkeiten in islamischen Staaten wird pauschal über den Leisten vermeintlich europäischer Werte gebrochen. Und die Alltagskultur der in Deutschland lebenden Muslime muss regelmäßig mediale sogenannte Islamkritik über sich ergehen lassen. Auf dem Arbeitsmarkt bestehen für Muslime besondere Hürden.

Gute Gründe also für eine Veranstaltungsreihe, die sich intensiver mit Ursachen und Wirkungen bestehender Islamfeindschaft und dem Schubladendenken in Gesellschaft und in den Institutionen beschäftigt und mit der Politik bestehende Handlungsbedarfe diskutiert:

Anmeldungen

im Büro des Beauftragen für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein:
E-Mail: fb&@landtag.ltsh.de, Fax: 0431 988 1293

Panoramabild: Janine Grimmig/pixelio.de

Flyer zur Veranstaltungsreihe

 

In dieser Reihe haben bereits folgende Veranstaltungen stattgefunden:

„Zivilisation oder Barbarei? Der Islam im historischen Kontext“

Dienstag, 15. Januar 2013
Prof. Alexander Flores, Universität Bremen

Alexander Flores hat die sogenannte „Islamkritik“ zum Anlass genommen, um ihr den „Spiegel historischer Realitäten“ vorzuhalten. Der Islamwissenschaftler geht davon aus, dass nicht jede von Muslimen begangene Handlung originär islamisch motiviert ist. Die muslimischen Gesellschaften befänden sich nicht in der Zwangsjacke von Koran und Scharia, wie westliche Polemiken gern unterstellen. Flores spart dabei problematische Entwicklungen in muslimischen Ländern nicht aus. Er sucht Erklärungen in der Lage der Muslime in der Welt. Alexander Flores formuliert Schlussfolgerungen für die Muslime, vor allem aber für die bundesdeutsche Mehrheitsgesellschaft, die schon aus der bloßen Zugehörigkeit zum Islam einen Anklagepunkt macht.

„Deutsche Zustände –

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als gesellschaftliches Querschnittsphänomen“

Dienstag, 19. Februar 2013
Prof. Beate Küpper, Hochschule Niederrhein 

Beate Küpper hat im Team von Prof. Heitmeyer an der auf 10 Jahre angelegten Langzeitstudie der Universität Bielefeld „Deutsche Zustände“ zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mitgearbeitet. Sie referiert die Ergebnisse der Studie und führt aus, wie sich xenophobes, insbesondere islamfeindliches und rechtsextremistisches Gedankengut in verschiedenen sozialen Gruppen und gesellschaftlichen Schichten in Deutschland etabliert. Dabei beleuchtet Sie unter anderem welche Funktion Gruppenzugehörigkeiten haben, auf welche verschiedenen Arten sich diskriminierende Einstellungen manifestieren, wie diese zustande kommen und sich beim Einzelnen festigen.

„Islamkritik in Deutschland – Die Rolle der Medien“

Dienstag, 12. März 2013
Dr. Sabine Schiffer, Erlangen 

Sabine Schiffer leitet das Institut für Medienverantwortung in Erlangen und hat zahlreich zum Thema Islamophobie, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus veröffentlicht. Das gegen Muslime gerichteter Rassismus in Deutschland verbreitet ist und auch den Tod von Menschen zur Folge hat, wird in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch unterschätzt. Neben einer Begriffsklärung, was unter Islamfeindlichkeit zu verstehen ist, lenkt Sabine Schiffer den Blick auf die Medien. Sie spricht darüber, was mediale sogenannte „Islamkritik“ in der Gesellschaft anrichten kann. Die Referentin beleuchtet jedoch auch verschiedene Gegenstrategien, mit denen Islamfeindlichkeit begegnet werden kann.

“Diskriminierung im Arbeitsleben aufgrund islamischer Religionszugehörigkeit“

Dienstag, 23. April 2013
Prof. Dr. Dorothee Frings, Hochschule Niederrhein

In der Arbeitswelt sind Diskriminierungen gegen Menschen, die Muslime sind oder bei denen davon ausgegangen wird, dass sie Muslime seien, weit verbreitet. Frauen die ein Kopftuch tragen und sich damit offen zu ihrer Religion bekennen sind besonders oft, aber nicht als einzige, betroffen und werden aus vielen Arbeitsbereichen gedrängt. Muslimen werden stereotypisch bestimmte Verhaltensweisen und Eigenschaften unterstellt, die als Vorwand dienen, eine Nichteinstellung zu rechtfertigen. Welche Möglichkeiten haben Betroffene, Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen und Entschädigungen zu erwirken und was können Gewerkschaften, Landesverwaltungen und Wohlfahrtsverbände machen um Diskriminierungen entgegenzuwirken? Dorothee Frings unterrichtet Verfassungs-, Verwaltungs- und Sozialrecht für die Soziale Arbeit.

„Islamfeindlichkeit –

Gegenstrategien und Handlungsbedarfe in Schleswig-Holstein“

Dienstag, 21. Mai 2013
Podiumsdiskussion

Zum Abschluss werden die VeranstalterInnen mit Blick auf die Themen der Reihe Position beziehen. Bei der Podiumsdiskussion sollen Gegenstrategien und Handlungsbedarfe für Schleswig-Holstein benannt werden. PolitikerInnen aller im Bundestag und im Kieler Landtag vertretenen Parteien werden dazu die aus ihrer Sicht zielführende Strategien zur vorstellen. Sozial-, ordnungs-, arbeitsmarkt- und integrationspolitische Handlungsbedarfe zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und der Vorschlag eines Antidiskriminierungskonzepts für das Bundesland werden zur Diskussion gestellt.

 


politische-bildung-sh.de

Islamfeindlichkeit -

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  • „Zivilisation oder Barbarei? Der Islam im historischen Kontext“
  • „Deutsche Zustände –
  • „Islamkritik in Deutschland – Die Rolle der Medien“
  • “Diskriminierung im Arbeitsleben aufgrund islamischer Religionszugehörigkeit“
  • „Islamfeindlichkeit –

Veranstaltungsdetails

Islamfeindlichkeit -

  • Start: 19.02.2013
  • Ende: 21.05.2013
  • Startzeit: 19.00
  • Ort: Schleswig-Hosteinischer Landtag, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Beschreibung:

Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit.

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